Das Modul Ganztag

Das Thema "Ganztagsschule" hat im letzten Jahrzehnt bundesweit stark an Bedeutung gewonnen und ist auch in den Ländern Berlin und Brandenburg ein aktueller Schwerpunkt. Dieses Modul bietet Schulen die Möglichkeit, Qualitätsaspekte des Ganztags zu evaluieren.

Überblick über alle Bausteine und potentielle Befragungsgruppen:

Bausteine L PP S E KP
1. Ganztagskonzept x x   x x
2. Rhythmisierung/Zeitstruktur
  • gebundener Ganztag
  • nicht gebundener Ganztag
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3. Lern- und Förderkonzept x x x    
4. Kooperation
  • an Grundschulen
  • an weiterführenden Schulen
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  • x
5. Partizipation x x x x  
6. Professionalisierung x x     x
7. Raumkonzept x x x x x
8. Ernährung x x x x

Hier finden Sie Ansichtsexemplare der Bausteine für die einzelnen Befragungsgruppen:

Beschreibung der Modulinhalte:

Zu 1: Ganztagskonzept
Über das Bestehen eines Ganztagskonzepts hinaus thematisiert dieser Baustein verschiedene Aspekte der Entwicklung, Implementation sowie Evaluation eines Ganztagskonzepts in der Schule. Hierbei geht es vor allem darum, inwieweit sich Ziele und Vorstellungen von schulischen Akteuren, aber auch das schulische Profil im Ganztagskonzept widerspiegeln.

Zu 2: Rhythmisierung/Zeitstruktur ....
... im gebundenen Ganztag stellt Schulen vor die Herausforderung, eine neue Tages- und Wochenstruktur umzusetzen. Der Baustein thematisiert diesbezüglich die Voraussetzungen, damit Schüler/-innen über den Tag hinweg lernen, entspannen und ihren Tag mitgestalten können. Aus der Perspektive verschiedener Akteure wird erfragt, wie Unterricht, Angebote und selbstbestimmte Zeiten vorhanden und zeitlich angeordnet sind. Darüber hinaus werden die gruppenspezifischen Wahrnehmungen zur Verfügbarkeit von Lehrkräften und weiterem pädagogischem Personal und festen Gesprächs- und Hausaufgabenzeiten für Schüler/-innen erfasst. Der offene Ganztag zeichnet sich durch die Rhythmisierung des Tagesablaufs an den Bedürfnissen der Kinder aus. Der Baustein thematisiert diesbezüglich die zeitliche Gestaltung des Wechsels von Unterricht und Entspannungszeiten. Aus der Perspektive von Lehrkräften und weiterem pädagogischen Personal, Eltern sowie Schüler/-innen der Schule wird erfragt, inwieweit die Schüler/- innen Phasen im Tagesablauf selbstständig gestalten und eigenverantwortlich lernen können. Darüber hinaus werden die gruppenspezifischen Wahrnehmungen zur Verfügbarkeit von Lehrkräften und weiterem pädagogischem Personal und der Möglichkeit der Hausaufgabenbetreuung für Schüler/- innen erfasst.

Zu 3: Lern- und Förderkonzept
Mit diesem Baustein werden die Wahrnehmungen verschiedener Konzepte zur Unterstützung der Lernprozesse der Schüler/-innen erfasst. Dabei geht es um die Berücksichtigung der Lernausgangslage, der thematischen Interessen und der Entwicklung der Schüler/-innen bei der Gestaltung und Empfehlung von passenden Angeboten. Neben Forderung und Förderung von Schülerinnen und Schülern stehen auch soziales Lernen sowie der Erwerb von Konfliktlösestrategien im Fokus.

Zu 4: Kooperation
... in Grund- und Sonderschulen: Der Baustein thematisiert die Zusammenarbeit verschiedener Akteure innerhalb des Ganztags. Zum einen wird die Wahrnehmung zur Einbindung von Kooperationspartnern/-innen hinsichtlich der Gestaltung von Angeboten entsprechend des Schulprofils sowie der schulinternen Evaluation erfasst. Zum anderen werden Aspekte guter Zusammenarbeit innerhalb der pädagogischen Teams erfragt. Dabei stehen der Austausch und die Weitergabe von Informationen sowie die Verfügbarkeit des Personals für Schülerinnen, Schüler und Eltern im Vordergrund. ... in weiterführende Schulen: Der Baustein thematisiert die Einbindung von Kooperationspartnern/-innen hinsichtlich der Gestaltung von Angeboten entsprechend des Schulprofils, der Verknüpfung der Angebote mit dem Fachunterricht sowie die Zusammenarbeit in Bezug auf die konzeptionelle Arbeit zum Ganztag. Weiterhin werden Wahrnehmungen zur Berücksichtigung der Sichtweisen von Kooperationspartnern/-innen in der schulinternen Evaluation erfasst. Schließlich wird auch die Kooperation und Information der Befragungsgruppen hinsichtlich besonderer Bedürfnisse einzelner Schüler/-innen thematisiert.

Zu 5: Partizipation
Die Beteiligung von Schüler/-innen sowie Eltern in Bildungsprozessen kann als Gelingensbedingung für erfolgreiches Lernen betrachtet werden. Daher umfasst der Baustein Fragen zu Aspekten der Mitwirkung in Bezug auf die Planung und Gestaltung von Angeboten und des Ganztags im Allgemeinen. Weiterhin werden Wahrnehmungen zur Partizipation im Rahmen von Gremien und Versammlungen erfasst. Die Beteiligung von Eltern wird über die Einbindung in Arbeitsgemeinschaften (Mitarbeit bzw. Leitung) sowie die Organisation von Kommunikationsformen erfragt.

Zu 6: Professionalisierung
Der Baustein thematisiert die Zusammenarbeit sowie Fortbildungen im Sinne der Professionalisierung von Lehrkräften, weiterem päd. Personal sowie inner- und außerschulischen Kooperationspartnern/-innen. Inhaltliche Schwerpunkte sind zum einen der Austausch und gegenseitige Hospitationen des pädagogischen Personals. Zum anderen werden Wahrnehmungen zu Aspekten des schulinternen Fortbildungskonzepts erfragt.

Zu 7: Raumkonzept
Der Baustein erfasst die Gestaltung der Schulräume, die Ausstattung, aber insbesondere auch Partizipation und Nutzung durch die Kinder. So werden unterschiedliche Wahrnehmungen zur Trennung von Lern- und Freizeiträumen, zum Spiel-, Sport- und Lehrmittelangebot sowie der grundlegenden Sauberkeit erfragt. Weiterhin wird thematisiert, inwieweit die Kinder bei Einhaltung von Regeln die Räume selbstständig nutzen und auch mitgestalten dürfen.

Zu 8: Ernährung
Der Baustein thematisiert den Stellenwert sowie die Umsetzung des Ernährungskonzepts der Schule. Berücksichtigt wird dabei, inwieweit gesunde Ernährung im schulischen Alltag sowie im Unterricht behandelt wird. Weiterhin wird erfasst, wie das konkrete Speisenangebot verschiedene Ernährungsgewohnheiten berücksichtigt und wie die Essenspausen verlaufen.

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